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zum Wunschkind

ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion)

Erweiterte Behandlung im Rahmen der künstlichen Befruchtung
mit direktem Einsetzen der Spermien in die Eizelle

Was ist eine Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)?

Bei der intracytoplasmatischen Spermieninjektion wird das Spermium direkt in die Eizelle injiziert.

Warum wird eine ICSI Behandlung durchgeführt?

Mit der intracytoplasmatischen Spermieninjektion können auch bei stark eingeschränkter Spermienqualität die Fertilisation unterstützt werden, und somit dem Paar zu einer Schwangerschaft verholfen werden. Bei fehlenden Spermien im Ejakulat können mit Hilfe der TESE einzelne Spermien extrahiert und im Rahmen der ICSI verwendet werden.

Wie läuft eine ICSI bei Kinderwunsch Kö ab?

1. Hormonelle Stimulation

Um die Behandlung optimal durchführen zu können, benötigen wir möglichst mehrere Eizellen. Dieses Ergebnis wird durch eine hormonelle Stimulation erzielt. Ist dies aufgrund des Alters der Frau oder vorzeitigem Einsetzten der Wechseljahre nicht möglich, ist eine „naturell IVF“ ohne oder mit milder Stimulation möglich. Es werden über ca. 10 Tage selbstständig Spritzen zu Hause unter die Bauchhaut verabreicht. Dazu erhalten Sie von Frau Dr. Martina Behler und Tanja Emde einen detaillierten Plan, der nach jeder Ultraschalluntersuchung durch die Ärztinnen erläutert und angepasst wird.
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2. Eizellentnahme

Wenn die Eizellen eine Größe ca. 18-20 mm erreicht haben, wird die Eizellentnahme geplant. 36 Stunden vor dem Eingriff wird der Eisprung mit einer Hormonspritze ( z.B. HCG) ausgelöst. Am Tag der Follikelpunktion werden Sie in angenehmer Atmosphäre in dem Aufwachraum oder Wellnessraum der Kinderwunsch Kö Praxis vorbereitet. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und wird komplett schmerzfrei unter Narkose mit einer dünnen Nadel durchgeführt. Dabei werden die Eizellen Ultraschall gesteuert durch die Scheide entnommen. Nach ca 2,5 Stunden werden Sie nach einem persönlichen Abschlussgespräch durch ihre behandelnden Ärztin entlassen.
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3. Spermaabgabe des Mannes

Zur Vorbereitung auf die Spermieninjektion durchlaufen die Spermien verschieden Berabeitungsprozesse. Die Kinderwunsch Kö bietet Ihnen hier spezielle Verfahren wie das Zymot zur Optimierung der Spermienqualität an. Können in den Voruntersuchungen keine Spermien im Ejakulat gefunden werden, wird eine TESE erforderlich. Hierbei können vor Start der ICSI-Therapie Gewebe aus dem Hoden entfernt und eingefroren werden. Diese Behandlung wird in Kooperation mit den Andrologen durchgeführt. Sind auch hier keine Spermien vor, kann Spendersamen verwendet werden.
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4. Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle im Labor

Zunächst werden die Eizellen nach der Entnahme aus dem Follikelpunktat eliminiert. Zur Kultivierung im Reagenzglas werden spezielle Medien verwendet, die der Zusammensetzung im Eileiter entspricht. Die Spermien werden unter 400- facher Auflösung unter dem Mikroskop ausgewählt und direkt in die Eizelle injiziert. Nach 20 Stunden wird dann unter mikroskopischer Sicht festgestellt, welche Eizellen sich befruchtet haben.
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5. Embryotransfer in die Gebärmutter

Nach zwei bis fünf Tagen ist das Embryo soweit entwickelt, dass es in seine natürliche Umgebung zurückgesetzt werden kann. In Absprache mit dem Paar und unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmunen erfolgt dann, durch ihre behandelnde Ärztin, die Übertragung der gewünschten Anzahl der Embryonen. Diese schmerzfreie Übertragung der Embryonen dauert nur wenige Minuten und wird mit einem weichem Katheter durchgeführt. Anschliessend erhalten Sie durch Frau Dr. Behler oder Tanja Emde ein Foto Ihrer Embryonen. Wie erfolgreich die IVF Behandlung war, lässt sich 2 Wochen später durch einen Schwangerschaftstest feststellen.
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Wie hoch sind die Chancen bei einer ICSI?

Die Chancen auf eine Schwangerschaft sind im wesentlichen durch das Alter der Mutter bestimmt,  aber auch durch die Anzahl der Embryonen . Die Schwangerschaftsrate liegt bei Frauen im Alter unter 30 bei etwa 40 % pro Embryotransfer. Bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr reduzieren sich die Chancen auf  knapp 25% bei Übertragung von 2 Embryonen. Daher sind im durchschnitt  bis zu drei Behandlungen bis zum Eintreten einer Schwangerschaft erforderlich.  Sind in einem Behandlungsversuch mehrere Eizellen befruchtet, können die überzähligen Vorkerne für eine spätere Behandlung kryokonserviert werden. Damit ersparen  Sie sich eine erneute Hormonbehandlung und den operativen Eingriff.

Welche Nebenwirkungen können bei einer ICSI auftreten?

Die ICSI wurde erstmals 1978 durchgeführt und seitdem verbessert und weiterentwickelt. Jedoch bringt auch der Eingriff bei einer IVF Behandlung Risiken mit sich. Diese sind sehr selten und unter Kontrolle durch Dr. Martina Behler und Tanja Emde in den meisten Fällen ohne schwere Folgen behandelbar. 

Im Rahmen der Überproduktion von Eizellen, kann ein sogenanntes Überstimulationssyndrom (OHSS) entstehen oder in Folge der Schwangerschaft auftreten. In seltenen Fällen ist dann eine stationäre Behandlung erforderlich, um die Symptome wie Unterbauchschmerzen, Blähbauch, Übelkeit oder Atemnot zu behandeln. Diese Begleiterscheinungen heilen in der Regel folgenlos aus. 

Bei der Eizellentnahme können Blutungen, Infektionen oder Verletzung von Nachbarorganen auftreten. Um Nebenwirkungen zu vermeiden und Ihnen die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, legt Kinderwunsch Kö größten Wert auf eine umfassende Voruntersuchung und ausführliches Aufklärungsgespräch vor Start einer Therapie.

Mit welchen Kosten muss ich bei einer ICSI Behandlung rechnen?

Die Kosten für eine ICSI-Behandlung werden bei verheirateten Paaren von der gesetzlichen Krankenkasse zu 50% übernommen. Es werden bis zu drei Versuche getragen. Es kann ein Zuschuss zum 50%-igen Eigenanteil beim Land NRW gestellt werden. Bei privat versicherten Paaren werden die Kosten, nach Klärung des „Verursachers“, in den meisten Fällen zu 100% übernommen. Zusatzkosten wie z.B. die Kryokonservierung sind in der Regel nicht erstattungsfähig. Eine Antragstellung vor Start der Therapie ist in jedem Fall erforderlich und wird Ihnen in einem ausführlichen Gespräch von Frau Dr. Martina Behler und Tanja Emde erläutert.

Diagnostik und Behandlungen

Bei Kinderwunsch Kö bieten wir Ihnen das komplette Spektrum der modernsten, reproduktionsmedizinischen Behandlungsmethoden.

Sterilitätsdiagnostik bei der Frau

Wie steht es um Ihre Fruchtbarkeit? Wir finden es heraus, mit Zyklusmonitoring, Hormondiagnostik, Echovist (ultraschallgesteuerte Darstellung der Eileiter mittels Kontrastmittel) und weiteren Methoden.

Sterilitätsdiagnostik beim Mann

Spermiogramm und Spermiogrammfunktionstest – erhalten Sie rasch Gewissheit darüber, wie zeugungsfähig Sie sind.
Befruchtung der Eizelle außerhalb des Körpers und Einsetzen in die Gebärmutter

Natürliche IVF

Bei der natürlichen IVF entnehmen wir die Eizellen für die Befruchtung, ohne den Körper der Frau durch eine hormonelle Stimulation zu belasten.

Social Freezing

vorsorgliches Einfrieren von unbefruchteten Eizellen

Kryokonservierung

Erfüllen Sie sich Ihren Kinderwunsch, fast wann Sie wollen. Wir frieren Ihre befruchteten Eizellen oder Ihre Spermien für Sie ein.

Fertility-Check

Ob Sie ein Mann sind oder ein Frau, im Fertility-Check ermitteln wir in kürzester Zeit, wie es um Ihre Fruchtbarkeit oder Zeugungsfähigkeit steht.
Verfahren für die Nutzung von aus dem Hoden entnommenem Hodengewebe oder Spermien für eine ICSI Therapie

Intrauterine homologe Inseminationsbehandlung

Die unterstützte Befruchtung direkt im Körper der Frau: wir bringen die aufbereiteten Spermien des Partners direkt in die Gebärmutter ein.

Heterologe Inseminationsbehandlung

Bei diesem Verfahren bringen wir die aufbereiteten Spermien eines anonymen Spenders in die Gebärmutter ein.

Intrauterine HCG Gabe

Die intrauterine Gabe von humanem Choriongonadotropin (hCG) kann die Chancen auf eine erfolgreiche Einnistung erhöhen.

Ovarielle Stimulationstherapie

Mittels Hormongaben unterstützen wir die Folikelreifung und gewinnen so mehrere Eizellen für weitere Methoden, zum Beispiel eine IVF.

EmbryoGlue

Mit diesem speziellen Medium, unterstützen wir den Embryo beim Einnisten in die Gebärmutterschleimhaut.

PKD (Polkörperdiagnostik)

Dieses Verfahren ermöglicht die genetische Untersuchung der Eizelle im Hinblick auf Chromosomenfehlverteilungen (Aneuploidien).

Laser-Assisted Hatching

Das „assisted hatching“ (Schlüpfhilfe) erleichtert einem Embryo das Verlassen der Eihülle und das Einnisten in die Schleimhaut der Gebärmutter.

Blastocystentransfer

Durch Kultivierung der befruchteten Eizellen bis in das Entwicklungsstadium der Blastocyste (Tag 5/6) können wir die geeignetsten Embryonen identifizieren.

PICSI (Hyaluronbindungstest)

Bei der Spermienselektion mittels PICSI nutzen wir Hyaluronsäure, um eine höhere Spermienqualität für die ICSI zu erreichen.

Kryoembryotransfer (KET)

Ein Kryoembryonentransfer (KET) ist der Transfer von aufgetauten Embryonen in die Gebärmutter.

Calcium Ionophor

Kalzium-Ionophor erhöht die Kalziumkonzentration in der Eizelle und damit die Aussicht auf eine erfolgreiche Befruchtung.

Einnistungsspritze

Mit der so genannten „Einnistungsspritze“ (zB mit einem GnRH-Analogon) können wir die Chancen auf eine erfolgreiche Einnistung des Embryos erhöhen.

Psychologisch/Psychiatrische Intervention

Der unerfüllte Kinderwunsch kann sehr belastend werden oder auch seelische Ursachen haben. Wir stehen Ihnen mit therapeutischen Angeboten zur Seite.

Liebe Patientinnen und Patienten,

aufgrund der Pandemie mit Covid-19 bitten wir Sie, bei Atemwegserkrankungen und Symptomen wie Husten und Fieber nicht in die Praxis zu kommen. Zudem ist auf Begleitpersonen ( auch Kinder ) zu verzichten, um Mitpatientinnen und unsere Mitarbeiterinnen nicht unnötig zu gefährden.

Des Weiteren bitten wir zu beachten, dass ein Praxisbesuch erst nach Ablauf der Quarantänezeit stattfinden kann. So schützen Sie sich vor einem unnötigen und kostspieligen Therapieabbruch und helfen uns, dass Risiko einer Ansteckung für unser Praxisteam und andere Patienten zu minimieren.

Gerne stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 0211-3113550 für Ihre Fragen und zur Planung Ihrer weiteren Therapie zur Verfügung. Auch im Falle einer Schliessung der Praxis können Sie uns unter dieser Nummer erreichen.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass das Telefonnetz zeitweise überlastet ist. Nutzen Sie daher bitte auch die Möglichkeit, uns per E-Mail unter info@kinderwunsch-koe.de zu kontaktieren. Ihre E-Mails werden zuverlässig während der gesamten Sprechstundenzeit bearbeitet.

Zur Zeit bieten wir Ihnen die Gespräche telefonisch und vor Ort mit tagesaktuellem Corona Schnelltest oder bei vollständigem Impfstatus. Bitte bringen Sie die entsprechenden Dokumente mit.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Kinderwunsch Kö Team